Herzlich Willkommen!

Thomas Maurenbrecher

Ich war kein Kind, das früh schrieb oder malte. Nein, ich streunte ganz normal mit anderen in der Bruchlandschaft des Niederrheins herum, ärgerte den Bauern von gegenüber und bastelte gern. Mit einer Jugendgruppe erschrak ich bei einer Fahrradfahrt in die Eifel über Armut. In dem Dorf holte eine Frau mit einem riesigen Kropf Brötchen beim Bäcker. Der Große Krieg lag schon zurück, und der nächste, der Koreakrieg, fand für mich nur am Radio statt. Grauen erlebte ich, als man uns von der Schule aus zum Kino in den Film mit Aufnahmen von amerikanischen Soldaten von der Befreiung des KZs Auschwitz brachte. Bagger schoben Leichenberge zusammen. Das sank in mich hinein, aber zunächst war immer noch der Druck groß, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen, in dem Fall einen kaufmännischen.

Doch es ging beim besten Willen auf die Dauer nicht. Etwas wollte sich durch mich zeigen: Kunst. Die ist nach Aristoteles weder notwendig noch zu etwas nutze.